Ist nicht jeder Honig auch ein Bio-Honig?

Dazu ein Wort der Zeitjournalistin Theresa Bäuerlein: „Bio-Honig ist ein schwieriger Begriff, weil Bienen sich nicht hundertprozentig kontrollieren lassen. Um echten Bio-Honig herzustellen, müsste ein Imker theoretisch dafür sorgen, dass seine Bienen nur Pflanzen anfliegen, die weder mit Pestiziden noch mit Gentechnik behandelt worden sind. Das kann natürlich kein Imker hundertprozentig garantieren. Die Rechtsvorschriften des ökologischen Landbaus sind bei Bio-Honig deshalb vor allem darauf ausgerichtet, welche Mittel gegen Bienenkrankheiten der Öko-Imker verwenden darf, aus welchen Materialien die Bienenkästen bestehen müssen und mit welchen Mitteln der Honig desinfiziert werden kann.

Untersuchungen haben ergeben, dass in Honig mittlerweile sehr häufig gentechnisch veränderte Pollen gefunden werden. Unbelastet waren bei dem Test der Zeitschrift Ökotest nur der Honig von deutschen Imkern, aus Sudosteuropa und aus dem fairen Handel. Stiftung Ökotest (1/2009) sagt: "Fast die Hälfte der Honige enthalten Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Pollen der weitverbreiteten Gen-Soja-Sorte Roundup Ready Soja". Die Ölpflanze liefert zwar nur wenig Nektar und ist daher keine Trachtpflanze, den Pollen nehmen die Bienen offenbar aber trotzdem mit.

Problematisch ist insbesondere Honig aus Südamerika, da dort jede Menge Gen-Soja wächst. Gleichzeitig wird in diesen Ländern ein Großteil der Welthonigernte produziert, auch für den deutschen markt. Immerhin: Honig von deutschen Imkern war in diesem Test unbelastet - bislang zumindest. Jetzt muss es allerdings nicht mehr deklariert werden! Lesen mehr zur neuen Verordnung der EU auf dem blog der Kulinaristen.

 

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