Glyphosat-Zulassung von EU-Kommission weitere 18 Monate verlängert - Bezug zum Bienensterben und reduzierte Qualität des Biohonig keine Priorität?

Natürlich ist es ein Teilerfolg - anfangs wollte die EU-Kommission die erneute Zulassung von Glyphosat, einem aggressiven Herbizid, dem man negative Auswirkungen auf das Orientierungssystem und die Fortpflanzung u.a. von Bienen nachsagt - auf 15 Jahren genehmigen. Aufgrund der öffentlichen Diskussion über die nicht absehbaren Folgen für Mensch und Tier, wurde anfangs eine Weiterzulassung von 9 Jahren anvisiert - letztlich ist die Zeit auf 18 Monate geschrumpft.

Hintergrund der 18 monatigen Fristverlängerung ist, dass jetzt die Europäische Chemikalien-Agentur (ECHA) den Sachverhalt eindeutig klären soll, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht.

Als Unternehmen, dass auf ausgefallene Biohonige spezialisiert ist, befürworten die Kulinaristen weitere Untersuchungen. Andereseits sieht die Geschäftsführerin Birgit Roth, die Gefahr: "Weitere Untersuchungen, ob mögliche Krebserregungen gegeben sind, oder nicht, müssen getan werden und sind sehr wichtig. Andererseits reduziert es die Debatte - mögliche negative Umwelteinflüsse werden nicht beachtet. Glyphosat ist ein Breitbandherbizid, das Beikräuter und gentechnisch nicht veränderte Pflanzen tötet. Das gerät aus dem Fokus" so Roth.

Im Honig (und damit natürlich auch im Biohonig) konnte das Pflanzengift bereits nachgewiesen werden, d.h. das Pestizid wird auch auf blühende Pflanzen aufgetragen. Zur Stärkung der Gesundheit der Bienen und ihres Immunsystems trägt das sicher nicht bei" so die Geschäftsführerin der Kulinaristen. Ähnlich argumentiert Felix Prinz zu Löwenstein (Vorsitzender BÖLW): "Die EU-Kommission würde mit der Zulassungsverlängerung den notwendigen Umbau der Landwirtschaft Richtung Nachhaltigekit torpedieren".

Hersteller von Glyphosat ist der amerikanische Konzern Monsanto, der nicht nur das Breitbandherbizid verkauft, sondern auch genmanipuliertes Saatgut. In Deutschland wird das Herbizid auf ca. 40% der Felder versprüht. Eine Studie von Öko-Test wies Glyphosat im Urin und Getreideprodukten nach, siehe Beleg pdf.

Tags: Glyphosat
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