Glutenfreie Haferflocken für Zöliakie Betroffene

Die Europäische Lebensmittelbehörde empfiehlt:
Auch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) sagt aus: „Hafer in Lebensmitteln für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit muss so hergestellt, zubereitet und/oder verarbeitet sein, dass eine Kontamination durch Weizen, Gerste oder ihre Kreuzungen ausgeschlossen ist; der Glutengehalt dieses Hafers darf höchstens 20mg/kg betragen“. (Art. 3, Absatz 3, EU-Verordnung 41/2009). Auch im Codex Alimentarius, mit welchem die deutschsprachigen Fachgesellschaften arbeiten, wird dieser Wert angegeben. Jüngste Empfehlungen der finnischen und britischen Zöliakie Gesellschaft lassen zwischenzeitlioch geringe Mengen an Hafer bei der Ernährung von Zöliakie Patienten zu.

Die gekeimten, geschroteten Haferflocken der Kulinaristen sind mikrobiologisch untersucht und kommen auf einen wert von 10mg/kg und liegen damit um 50% unter den Richtwerten. Doch Hafrflocken, insbesondere gekeimte Haferflocken bieten noch viele weitere gesundheitliche Vorteile:

Die Bestandteile - Ballaststoffe & Mineralien:
Unsere Nahrung ist heutzutage oft zu wenig ballaststoffreich. Durch die gekeimten, geschroteten Haferflocken wird zusätzlich die Verdauung angeregt. Die glutenfreien, gekeimten und geschroteten Haferflocken der Kulinaristen haben einen ausgewiesenen Wert von 10mg/kg – damit stellen sie einen interessante Bereicherung von Zöliakie-Betroffenen dar, da Zöliakie-Diäten eher zur ballaststoffarmen Nahrungsaufnahme tendieren. Hafer ist zudem reich an Magnesium, Eisen und Zink und ein guter Lieferant für B-Vitamine.

Eiweiß & Kohlenhydrate:
Hafer enthält fast alle lebensnotwendigen Aminosäuren, die der Körper in Eigenregfie nicht aufbauen kann und durch Nahrung zuführt. Der Kohlenhydratanteil des Hafers besteht zum großen Teil aus Stärke, ein hervorragender Energiespender für Menschen mit großer körperlicher Belastung und Leistungssportler. Zudem hat Hafer einen niedrigen glykämischen Index, d.h. der Blutzuckeranstieg erfolgt langsam und es entsteht ein hohes Sättigungsgefühl.

Noch ein paar Alternativen, wie Sie glutenhaltige Getreide ersetzen können:
Gluten ist oft in Back-, Konditor- und Teigwaren (Mehl, Brot, Nudeln, Kuchen, Kekse, süsse Teilchen etc.) enthalten, ebenso in Fertigprodukten und zum Teil nur unzureichend gekennzeichent. Durch neue EU-Lebensmittelverordnung zum 13.12.2014 muss nun auch sogenannte "offene/lose/Ware" entsprechend gekennzeichnet werden.

Buchweizen & Hirse:
- Wenn Sie viel selbst zubereiten, empfehlen wir Mehle aus Buchweizen und Hirse. Wenn Sie den kräftigen, etwas bitteren Geschmack des Buchweizens mit mögen, können Sie problemlos auf Quinoa ausweichen. Seit die UN Quinoa zur "Pflanze des Jahres 2013" gemacht hat, steigt der Bedarf und vorallen der Bekanntheitsgrad des gesunden Korns in Europa stetig an.

Quinoa, Amaranth & Soja:
- Insbesondere gekeimtes Quinoa ist eine extrem hochwertige, eiweißreiche Pflanze (Psyeudogetreide), dass sich durch einen hohe Grad an Vitaminen und Nährstoffen auszeichnet.
- Mais kann ebenso bedenkenlos verwendet werden, wie Amaranth und Soja. Mitterweile findet man in jedem gut sortierten Reformhaus Sojamehl und Sojanudeln.

Johannisbrotkernmehl:
- Beim Binden von Soßen kann leicht auf Mehl verzichtet werden, probieren Sie z.B. einmal Johannisbrotkernmehl - das muss noch nicht einmal aufgekocht werden. Eignet sich auch perfekt für Dessert und kalte Speisen.

 

 

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