Gemeinsam gegen das Bienensterben

Rückgang der Bienenbestände:
Viele Berichte haben in letzter Zeit auf den dramatischen Rückgang der Bienenbestände aufmerksam gemacht. Bienen leben in einer Welt der intensiven Landwirtschaft. Pestizide, Fungizide & Co. werden allerorts gespritzt und seit geraumer Zeit wird die europäische Honigbiene zudem von einer Kombination aus verschiedenen Viren und einer Milbe (Varroa destructor) bedroht. Die Dramatik wird deutlich, wenn man an die Bestäubungsleistung (z.B. in Obstplantagen, im Weinberg, etc.) der Biene denkt. Eine enorme volkswirtschaftliche Leistung von unschätzbarem Wert - neben dem Honig, der dem Menschen zugute kommt.

Resistenter durch Forschung?
Das neue Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die europ. Honigbiene resistenter gegenüber dieser Bedrohung zu machen. Mithilfe neuster Sequenziertechnologien (Next Generation Sequencing) können kleinste Veränderungen in der Erbsubstanz (SNPs) der Bienen aufgespürt werden. Auf dieser Grundlage wird ein sogenannter SNP-Chip entwickelt, um die entdeckten Genvarianten im Genom von Bienen mit bekannten Eigenschaften zu charakterisieren. So können mögliche Gründe der unterschiedlichen Widerstandskraft, der Leistungsfähigkeit oder Sanftmut erkannt werden. Zukünftig können mit dieser Datengrundlage Tiere mit besseren Eigenschaften gezielt zur Zucht verwendet werden.

Mit Fördergeldern des Landwirtschaftsministeriums
Neben den Investitionen von Eurofins Genomics wird das Projekt im Rahmen des Programms "Forschung für Innovation in der Agrarwirtschaft" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

"Das geplante Verfahren ermöglicht detaillierte Einblicke in die genetische Vielfalt der einheimischen Honigbiene, was eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Zuchtkonzepte ist", erklärt der wissenschaftliche Leiter des Projekts, Prof. Dr. Kaspar Bienefeld vom Länderinstitut für Bienenkunde. Seine Forschungsgruppe hat sich vorgenommen, die Honigbienenzucht gezielt voranzutreiben, damit der wertvolle Beitrag der heimischen Bienen für die Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt erhalten bleibt.

 

Weitzere Infos auch bei Eurofins Genomics
Tel.: +49 (0)8092 8289-921

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