Deutsche Zöliakie-Gesellschaft zur Glutenfreiheit des Hafers

Gekeimte, geschrotete Haferflocken von den Kulinaristen
Die Kulinaristen dürfen nach dem neuen Codex Alimentarius Standard die Produkte glutenfrei nennen, wenn der Grenzwert von 20ppm eingehalten wird. Dies ist bei den Produkten der Kulinaristen der Fall. Eine Verunreinigung über Gerste, Roggen, Weizen und andere Kreuzungen ist ausgeschlossen. Da den Kulinaristen eine ausführliche Information über das Thema am Herzen liegt, finden Sie auf der Website die Empfehlungen der Deutschen Zöliakie Gesellschaft, die eine Menge von 50g pro Tag angeben, allerdings ärztliche Aufsicht empfehlen.

Zweifelsfrei glutenfrei – glutenfreie Rohkostnudel aus gekeimtem Quinoa

Die Kulinaristen werden auf der 21ten Rohkostmesse in Freiburg weitere, glutenfreie Produkte präsentieren, wie z.B. weißes und rotes, gekeimtes Quinoa aus Bolivien. Das energiegeladene Korn aus Bolivien überzeugt nicht nur durch seine Glutenfreiheit, sondern auch durch seinen hohen Eiweiß-, Magnesium und Eisenanteil, ausführliche Informationen zu den biologischen Vorteilen von gekeimtem Quinoa finden Sie auf dem blog der Kulinaristen. Die Kulinaristen bieten erstmals auch eine glutenfreie Rohkostnudel an. Alles über die Zutaten und Eigenschaften der neuen Rohkostnudel erfahren Sie hier.

Bio Honig mit Propolis

Die Kulinaristen bieten auf der Freiburger Rohkostmesse wieder einen speziellen Bio Honig mit Propolis an, der durch seine antibakteriellen und antiviralen Wirkstoffe besticht. Bei Halsschmerzen, kleinen Wunden und Bläschen im Mund- und Rachenraum empfiehlt sich ein Teelöffel Bio Honig mit Propolis, einfach langsam auf der Zunge zergehen lassen und genießen. Der Ausdruck Bio Honig mit Propolis ist übrigens eine Abkürzung. Der ausführliche Begriff lautet Honig aus ökologischer Imkerei mit Propolis, eben kurz: Bio Honig mit Propolis. Die Kulinaristen kennen alle ihre Imker persönlich, die Mischung Bio Honig mit Propolis wird besonders nachgefragt. Wenn Sie mehr über Gluten und die Produkte der Kulinaristen erfahren möchten, lesen Sie bitte hier weiter.


Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e. V. vom 16.02.2011
Bereits seit einigen Jahren wird der Konsum von Hafer im Rahmen einer glutenfreien Ernährung diskutiert. Während Lebensmittel vor allem auf Basis von Reis einen eher geringeren Nährstoffgehalt aufweisen, ist Hafer reich an B-Vitaminen, Zink, Eisen, Magnesium, Eiweiß und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Geschmacklich kann Hafer die Produktpalette eines Betroffenen bereichern und könnte somit die Einhaltung der glutenfreien Ernährung fördern.

Grundlage der Diskussion sind verschiedene klinische Studien, die belegen, dass nicht kontaminierter Hafer, der gesondert für Zöliakiebetroffene angebaut und verarbeitet worden ist, von der überwiegenden Mehrheit der erwachsenen Betroffenen beschwerdefrei, normalerweise in Mengen von bis zu 50 g pro Tag, vertragen wird. Daraufhin haben sich einige Länder (z.B. Kanada, Schweden) entschlossen, den Konsum von nicht kontaminiertem Hafer bis zu dieser täglichen Menge freizugeben. Jedoch ergaben einige der Studien auch Hinweise darauf, dass eine geringe Zahl an Zöliakiebetroffenen auf Hafer nachweislich negativ reagiert.

In Deutschland waren lange Zeit solche speziellen Haferprodukte nicht oder nur sehr schwierig zu erhalten. Seit Beginn dieses Jahres gibt es auch in Deutschland ein erstes nicht kontaminiertes Haferprodukt, welches den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von unter 20 ppm Gluten (bezogen auf Weizen, Roggen und Gerste) einhält. Der Wissenschaftliche Beirat hat daher in seiner Sitzung am 16.02.2011 in Frankfurt/Main eine Neubewertung vorgenommen.

Aus den vorliegenden Studien lässt sich entnehmen, dass das individuelle Risiko einer Reaktion auf nicht kontaminierten Hafer im Vorfeld nur sehr schwer abzuschätzen ist. Dies beruht auf der unterschiedlichen Toleranzschwelle eines jeden Einzelnen. Der Wissenschaftliche Beirat kann daher eine generelle Empfehlung zum Konsum von nicht kontaminiertem Hafer für jeden Betroffenen nicht geben. Aus ärztlicher Sicht kann jedoch einer kontrollierten Zuführung von bis zu 50 g pro Tag unter gleichzeitiger ärztlicher Betreuung zugestimmt werden, wenn dies der Zöliakiebetroffene nach einem Aufklärungsgespräch wünscht. Durch entsprechende Kontrolluntersuchungen von Blut und ggf. auch einer Biopsie des Dünndarms soll sichergestellt werden, dass mögliche Schädigungen frühzeitig festgestellt werden.


Der Wissenschaftliche Beirat
Frankfurt/Main, 16.02.2011

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