Bewusste Ernährung: Was ist eigentlich Rohkost Teil 1

Eigentlich kennen und essen wir Rohkost von Kindesbeinen an: Birnen, Kirschen, Pflaumen und Äpfel vom Baum, Brombeeren vom Busch, Karotten vom Feld. Der Duft von frischen Kräutern (und wenn es nur das Basilikum im Plastiktöpfchen ist) Gemüse, Gräsern und Obst ist einmalig, oder das intensive Aroma von getrockneten Datteln, Feigen, Zimt, Kakaobohnen und Gewürzen …..lässt unsere Sinne in ferne Länder reisen -  Rohkost bedeutet Genuss mit allen Sinnen.

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit der „5 am Tag Kampagne“, d.h. 5x am Tag frisches Obst oder Gemüse essen, geht in die gleiche Richtung. Gesunde, bewusste Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, da stimmen DGE und Rohköstler/innen überein. Ein Anbieter von Rohkost-Angeboten sind die Kulinaristen, die allerdings auch keine 100% Rohkosternährung protegieren, sondern der Ausgewogenheit den Vorzug geben. Warum sollte Obst und Gemüse regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen? Eine großangelegte Studie zu unseren Ernährungsgewohnheiten und Krebserkrankungen (siehe DGE), leitet die These ab, dass durch hohen, kontinuierlichen Obst- und Gemüseverzehr das Krebsrisiko verringert werden kann.

Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich – 5 am Tag Kampagne -  frisches Obst und Gemüse

·         Die „5 am Tag“-Kampagne hat das Ziel, das Risiko für Krebserkrankungen durch die Steigerung des Gemüse- und Obstverzehrs zu senken.

·         Einen weiteren Meilenstein für den Start der deutschen „5 am Tag“-Kampagne stellt der 1997 publizierte Bericht des "World Cancer Research Fund" (WCRF, 1997) dar. Schlussfolgerung, dass überzeugende Hinweise für eine Risikosenkung durch hohen Gemüse- und Obstverzehr bei 5 der 18 untersuchten Krebsformen wahrscheinlich ist. Bei 7 weiteren Krebsformen wird eine solche Beziehung als möglich angenommen.

·         In ihren Empfehlungen zur Krebsprävention sprachen die Experten daher dem Gemüse- und Obstverzehr eine wichtige Rolle bei der Senkung des Krebsrisikos zu. Der quantitative Effekt einer Anhebung des Gemüse- und Obstverzehrs auf 400-800 g pro Tag wurde weltweit mit einer Senkung des Krebsaufkommens um 23 % geschätzt.

 Die Realität zeigt, dass die Bevölkerung deutlich unter dieser Empfehlung der DGE liegt und Gefahr läuft v.a. im Bereich von essentiellen Nährstoffen eine Mangelernährung einzugehen. Denn keiner von Ihnen würde fast-food als ausgewogene Ernährung bezeichnen – doch wie lang sind in den Supermärkten mittlerweile die Kühlboxen für Pizza und Fertiggerichte?

Solange der Mensch keine echten Beschwerden hat, macht er sich selten Gedanken über sein Essen und über gesunde, über bewusste Nahrung. Erst wenn Übergewicht gravierend wird, die Lebensmittelskandale überhand nehmen, verändert sich das Bild, da auch das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie schwindet.

Der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) zählt mittlerweile über 7 Millionen Menschen in Deutschland mit vegetarischer Ernährung und ca. 1Mio Menschen, die sich vegan ernähren und auf den Kauf  von Fisch und Fleisch, auf den Verzehr tierischer Produkte oder von tierischem Eiweiß ganz verzichten.

Als Rohkost wird bezeichnet, wenn Lebensmittel überwiegend ohne vorherige Hitzebehandlung (max. unter 42°C.) verwendet werden. „Knackig, frisch und lecker“ muss es sein, so die Geschäftsführerin der Kulinaristen Birgit Roth. Eine einheitliche Begriffsdefinition besteht bislang nicht.

Gießener Rohkoststudie von 1997: „eine Ernährung, die weitgehend oder ausschließlich unerhitzte pflanzliche (teilweise auch tierische) Lebensmittel enthält“.

Der Vorteil der Rohkosternährung ist, dass Vitamine und Nährstoffe in hohem Maße in der Nahrung erhalten bleiben und dem menschlichen Körper zugutekommen, das Immunsystem gestärkt wird.

 

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